Realität ist wie ein Traum

Dienstag, Dezember 31, 2013

Schau mich nicht so an

"Schau mich nicht so an, es nur Blut..." sage ich, als er sich in Gedanken seine ?-Linie wegzieht...

Wüßte ich nicht, dass wir unterschiedlicher Geschlechter sind, würde ich glauben, dass er neben mit in der ähnlich, stinkigen, verpissten Klo-Kabine sein Zeug durch die Nase zieht, während ich eine Glasscherbe von dem eben vor die SCHLAUSPRUCHBESCHRIEBENE Klotür geworfenen Bierglas, durch meinen linken Unterarm ziehe.

Der Unterschied zwischen und wird sein, dass seine Euphorie da draussen offensichtlich sein wird, anerkannt und sie ihn nur fragen werden, ob er etwas davon verkaufen möchte; während ich erfolgreich Narben verstecke, Blut mit Klopapier abbinde, die Kranke bleibe die besoffen ist...

Mich fragt niemand, ob ich ihm eine kleine Scherbe verkaufe.

Und während sie denken, ein Teil einer Generation zu sein, die ihr Lebensgefühl anhand von "Bewußtseinserweiterung" ausdrückt...

verurteile ich EUCH, weil ihr nicht anders seid als ich...ihr tragt Eure Selbstverstümmelung nur nicht nach außen"

"Schau mich nicht so an, es war nur Blut..."

Montag, Dezember 30, 2013

das madchen aus dem inneren des kettenkarussells

Von den Eltern
Einst vergessen,
Von den Menschen
Unentdeckt,
Hat sich im Maschinenraum
Des Karussells ein Kind versteckt.
Dort verbrachte es die Tage,
Hat den andr'ren Mädchen zugeschaut
Und sich erst wenn es dunkel war
Aus seinem Haus heraus getraut.

Kettenkarussell.
Man entkommt nie seiner Mitte,
Denn für kleine Schritte
Dreht es sich zu schnell.
[Im Kreis herum...]

Wenn die Sterne in der Nacht
Die Ketten mit Mondlicht umhüllten,
War' n es böse Mächte, die die
Gondeln mit Fahrgästen füllten.
Sie schlossen das Kind ein,
Trotz aller List und Tücke
Fand es zwischen ihnen
Zum Entkommen keine Lücke.
Kettenkarussell,
In den Gondeln sitzen Geister,
Und sie drehen sich um das Kind
Viel zu schnell.
[Immer im Kreis...]

Wann hält man das Karussell an?
Wann hört es auf, sich zu drehen,
Wann bleibt es stehen?
Farben fließen ineinander,
Und im Bauch wird den
Schmetterlingen schwindlig,
Spürst du es auch?

Wie hält man das Karussell an?
Wie beendet man den Taumel,
Wie sieht man wieder klar?
Hals über Kopf,
Herz vor Verstand?
Welten entfernt,
Zum Greifen nah,
Gelogen oder wahr?

So verging ein ganzes Jahr,
Dann musste es passieren:
Sie begann damit, die Geister
Im Uhrzeigersinn zu demaskieren.
Sie stellte sich der Angst
Und all den scharfen Blicken
Um sich, endlich von der Last befreit,
Durch den Kettenwald zu schicken.

Kettenkarussell,
Jetzt sind alle ausgestiegen,
Und am Horizont wird es
Schon langsam hell.
[Schon langsam hell...]

Kettenkarussell, im Kreis herum...
Kettenkarussell, immer im Kreis...
Kettenkarussell, dreh' Dich im Kreis

(Samsas Traum)

Dienstag, Dezember 24, 2013



Sonntag, Dezember 22, 2013

Ein Sonntag wie früher

Als ich heute erwachte,
war es taghell
und kurz darauf setzte die Dämmerung ein...

Ich habe die ganze Nacht mit einem 
wundervollen Gespräch 
verbracht

und das ganz ohne Furcht
vor Fremden Menschen
auch männlichen
Menschen

Ich habe einfach
das Cape übergestreift
bin losgeflogen
und habe geschaut 
was passiert

Allein
weil mich niemand
begleiten mag

Und es war toll
es schreit nach einer Wiederholung

Es war ein bisschen
wie früher...

Freitag, Dezember 20, 2013

Fliegen mit dem Cape

Ich glaube,
es hing schon eine ganze Weile
hier herum.

Ich habe nur nie gewusst wie ich es nutzen soll!

Nun lerne ich es zu nehmen
zu tragen
und damit zu fliegen!

Donnerstag, Dezember 19, 2013

Klinik

Sowohl das Kistchen, als auch meinereiner hatten heute einen Termin in der Klinik...

Das Kistchen hatte es gut, denn man konnte alle Probleme finden und es gibt einen Plan sie zu beheben...und mit einigen Fehlern kann es bis zum Ende aller Zeiten bestehen.

Bei mir selber sieht es wieder einmal anders aus...
erstmal eine halbe Stunde im kalten zugigen Flur rumgehockt...
Dann Gespräch mit der Weißkittelin gehabt.
Keiner weiß weiter, auf einmal gibt es doch Auffälligkeiten und seltsame Dinge.

 Also...nun denn machen wir halt ein paar Medikamentenversuche... juchuu...

Es ist egal wie es wird, wenn es besser wird!

Mittwoch, Dezember 18, 2013

Tägliches Niederschreiben kann auch eine Art Therapie sein... Daher mal wieder häufiger Neues vom Glasmädchen im Kaktusgarten...

Man kann auch mit einem Aussichtslos den Hauptgewinn ziehen

Viel zu oft stellt uns das Leben vor Entscheidungen, die wir nicht fällen können oder wollen, ohne dabei selbst einen Teil unserer Selbst aufzugeben.
Hoffnung wird in dieser Generation ganz klein geschrieben und man findet nur Worte des Hasses oder der Wut an kalten, weißen Wänden, mit dreckiger Farbe beschmiert oder vielmehr durch den Regen langsam verwischt.
Das Leben ist oft nicht das, was es in Filmen oder Büchernzu sein scheint.
Es ist viel zu lang zum Schaffen und zu kurz zum Leben.
Doch manchmal, ganz still und leise, kommt das Glück und der Wille zu Dir und du merkst, dass das Leben mehr ist als Sorgen an Wände malen und Worte in die Luft schreien.
Leben ist das Glück zu schmecken, als sei es deine Lieblingsschokolade.
Leben ist den Duft der Freiheit riechen.
Leben ist, was ich gerade fühle.
Leben ist weitaus mehr als Blut und Schmerz.

Manchmal braucht man einfach ein paar Jahre länger...

Dienstag, Dezember 17, 2013

Wie man mit seinem Kia die Attraktion einer noblen VW-Werkstatt wird

Verdammt, die Kiste macht schon wieder komische Geräusche, dachte ich noch heute morgen...
Auf dem Heimweg wurde es noch viel viel schlimmer, kaum unter 1000 Umdrehungen und die Kiste mache einen Lärm der jeden Fußgänger erzittern ließ...
Gna, da musste was machen, noch dazu roch die Kiste nach "mir ist irgenwo zu heiß"
Also...auf dem Weg netten älteren Herrn der Tankstelle belästigt und nach der nächstgelegenen Werkstatt gefragt... Ja, da sei eine riesige VW Werkstatt um die Ecke, nen paar Kilometer weiter sei eine andere, die er mir mit meinem Kia raten würde, aber da kann Stau sein...

Ich dachte nur, wenn du jetzt noch im Stau rumstehst, dann knallt dir dein geliebtes Kistchen um die Ohren...
Also VW...die werden schon wissen, was zu tun ist.

Angekommen, Werkstatt der nobelsten Art...man beäugte mich und meine lärmende Kiste schon beim einparken...Dann aber mit Wartezeit, natürlich würde man mal schauen, ob man helfen kann.

Der nette Mechaniker, wohlgemerkt in Hemd und Krawatte...der auch ganz unschmutzig...Hörte sich also die neue Melodie des Kistchens an...Das ist der Auspuff, war sein erster Ausspruch, was wohl auch schon meine Vermutung war...aber mich iritierte, dass dieser Lärm nur im Leerlauf auftrat...

Nunja, also Kistchen auf die Hebebühne...hoch damit...jawohl...das verdammte Hitzeschutzblech lag auf dem Auspuffrohr und lärmte fröhlich vor sich hin...Hitzeschutzblech weg...ab in den Müll...den Kia Menschen die Tage anrufen sollend, durfte das Kistchen von der Hebebühne...

"Ich fahr den dann mal wieder raus" Haha, das hatte Kistchen sich anders überlegt...die defekte Zentralverriegelung hatte sich verschlossen während der Schlüssel im Zündschloß steckte und das Licht brannte...verdammt daran hatte ich nicht gedacht... Nun haben wir ein Problem...

Der Panzerknacker Kollege rückte an...alle anderen...kurz vor Feierabend, feuerten ihn fröhlich lachend an...und jeder bewunderte die Koreanische Technik...das sowas möglich sei...

Es dauerte einige Zeit, bis das Kistchen sich dazu entschied, dann doch wieder eine der Türen zu öffnen, ich erwähnte schonmal das unser nächstes Problem sein wird, dass das Kistchen nicht anspringen wird, weil das Licht brenne und somit die Batterie nicht genügend Saft zum Starten hat...

Hach wie gut ich mein Kistchen kenne, natürlich nahmen wir der Werkstatt auch noch eine Starthilfe ab...

Endlich konnte das Kistchen wieder raus aus der Werkstatt...ich ...naja...ist mir ja jetzt doch schon nen bissl peinlich...Alle Mechaniker im Chor...ach, sie vergessen wir so schnell nicht wieder.

Zum Abschied reichte mit der Krawattenmechaniker die Hand...ich verfehlte sie zweimal...aber dann konnten wir uns verabschieden und ich fuhr davon.

Die haben heute abend alle was zu erzählen...

Montag, Dezember 16, 2013

Marmeladenglasmomente

  •  Emotionales Wirrwarr durch einfaches Handeln ausbalanciert    
  •  Furchtbar tolle Gespräche mit schon lang nicht gesprochenen Nichtmenschen geführt
  •  Schonbald Treffen mit jenem tollen Nichtmenschen ausgemacht
  •  Ein tolles Weihnachtsgeschenk, tatsächlich nur für mich selber, erstanden
  •  Eiskaltes Kilkenny
  •  Flauschend am Boden liegen und den Mondduft einatmen
  •  Musik spürend im Türrahmen sitzend entspannt
  •  Egal was die Fremden denken, gedacht
  •  Seelenschutzhund auf dem Bauch habend entspannt
  •  Freude darüber, Menschen kennen zu dürfen die Positives in mir auslösen
 

Samstag, Dezember 14, 2013

Von Krabbel- und Flugviechern

Schmettelinge
Raupen
und Kribbelkrabbelkäfer
dort frei zu lassen
wo sie geschlüpft und
entstanden sind
macht alles einfacher!

Und es war gar nicht so schwer
auch wenn ich zitterte...

Freitag, Dezember 13, 2013

Der Alltag,
zermürbt mich
macht müde

Ich gehöre nicht in diese Welt!

 

Donnerstag, Dezember 12, 2013

Silberner Freund

Oh,
mein silberner Freund
der Gedanke an dich
zerstört alle klaren Gedanken
suche dich
doch kannst du
mir nicht mehr helfen
so sehr ich es auch wünsche
Ich rede mit mir
doch verstehe kein Wort
sehne mich nach deiner Hilfe
aber du liebst mich nicht mehr
hast mich allein gelassen
wie alle...
Oh, silberner Freund!

Mittwoch, Dezember 11, 2013

Klirrend, fliegende Gedanken

Immer fehlt irgendetwas...

Da ist so viel Trauer, die nie getrauert wurde

Da ist so viel Scham, die sich nie geschämt hat

Da ist so viel Verletzheit, die nie verletzt wurde

Da ist so viel Angst, die sich nie fürchtet

Da ist so viel Schmerz, der nie weh tut

Da ist so viel Verwirrtheit, die nie verwirrt

aber da ist auch

So viel Glück, was sich nie glücklich fühlt

So viel Freude, die nie gefreut wird

So viel Liebe, die nie geliebt wird

So viel Strahlen, was nie gesehn wird

So viel Traum, der nie geträumt wird

entgegen dem stehen

So viele Gefühle, die nie gefühlt werden

So viele Worte, die nie gesagt werden

So viel Schweigen, was nie geschwiegen hat

So viel Tod, der nie gestorben wurde

Was tun?
 


Dienstag, Dezember 10, 2013

Just love yourself and hate the others!

Wenn niemand bei dir is' und du denkst, daß keiner dich sucht,
und du hast die Reise ins Jenseits vielleicht schon gebucht,
und all die Lügen geben Dir den Rest:
Halt dich an deiner Liebe fest.

Wenn der Frühling kommt und deine Seele brennt,
du wachst nachts auf aus deinen Träumen,
aber da is' niemand, der bei dir pennt,
wenn der, auf den du wartest,
dich sitzen läßt:
Halt dich an deiner Liebe fest.

Wenn der Novemberwind deine Hoffnung verweht,
und du bist so müde, weil du nicht mehr weißt, wie's weitergeht,
wenn dein kaltes Bett dich nicht schlafen läßt:
Halt dich an deiner Liebe fest.

(Ton Steine Scherben - Halt dich an deiner Liebe fest)


Und irgendwie ist Dezember...

Samstag, Dezember 07, 2013

Für die Komödie gezahlt, aber für das Drama geblieben

Situationen oder Menschen so sehr zu vermissen, dass man denkt, es fehlt ein Stück zum absoluten Glücklichsein. 
Zur Zufriedenheit. 
Zur Vollkommenheit von einem selbst. 
Die Ferne vermissen oder sein zu Hause. 
Oder beides gleichzeitig, weil Ferne manchmal zu Hause ist, obwohl man zu Hause ist. 

Menschen vermissen, mit denen man lachen und weinen kann. Oder vor Lachen zu weinen. 
Wie einem da etwas fehlt, man es aber fast nie wahrnimmt. 
Und irgendwann eben doch. 
Wie einem Erinnerungen vor dem geistigen Auge herum tanzen und einen vor sich hin lächeln lassen. 
Kurze Gespräche, bei denen man sich eher am laufenden Band dumm macht, als über ernste Dinge zu reden. 
Ein Abend, der eigentlich gar nicht so besonders war, es aber trotzdem ist. 

Nähe, 
Vertrauen, 
Liebe, 
Freundschaft, 
Spaß, 
Erlebnisse, 
Lachen,
Musik, 
Freiheit, 
Fotografie, 
Zeit, 
Ruhe, 
Action, 
Gesundheit, 
Unbeschwertheit, 
Freizeit, 
Langeweile, 
Glück. 

Man kann so vieles vermissen. 
Und meistens, merkt man, dass man etwas vermisst, wenn man es nicht gebrauchen kann, darüber nachzudenken. 
Oder dann, wenn es zu spät ist.

Montag, Dezember 02, 2013

Von Seelenschmeichlern und Gefühlen

Es gibt Zeiten in denen kann ich mit meinen eigenen Gefühlen und Empfindungen nicht umgehen, weil sie immer wieder neu zu sein scheinen, unbekannt und mich einfach nur verwirren.
Noch weniger einfach ist es, über diese Gefühle zu reden, sie an den Ort zu bringen, der sie auslöst, sie damit fliegen lassen wie ein Schmetterling und einfach an Anspannung zu verlieren.

Diesmal geht es meiner Seele meist gut mit diesen Dingen die in Ihr geschehen, es hat sie sehr geschmeichelt, liebkost und ein Stück heiler gemacht und sie sehnt sich nach mehr. Angefixt und süchtig gemacht.

Aber sie verzichtet, weil sie nicht weiß, wie sie die Situation auflösen soll, was sie tun soll ohne alles zu zerstören. Was sie sagen soll ohne alles zu zerreden. Wo sie die Panzer anbringen soll um nicht wieder einen Schaden zu erleiden.

SCHWEIGEN IST GOLD, ABER GOLD MACHT NICHT GLÜCKLICH!

Sonntag, Dezember 01, 2013

Damalskind im Niemalsniedaheim

Niemals fühlte ich mich sicher und beschützt an diesem Ort. Es hat sich nichts verändert auch wenn Wände geweißt und Brüche notdürftig geflickt wurden. Die Wände sind so nah wie als Damalskind und kommen näher.
Noch nie in Ruhe geschlafen in diesem Zimmer, immer auf der Hut.
Es ist wie in ein dunkles tiefes Loch hinabsteigen...aus dem es kein Entrinnen gibt und Erinnerungen sich wie Rost in das Eisen fressen...

Aber ich werde hier schlafen!
Der Seelenschutzhund und der Mond sind Begleiter deren Pelz mutig die Tränen trocken, jedes noch so tiefe Schuchzen und jede Fassade der Panikattacke abpolstern und mir das Gefühl geben sicher, beschützt und geliebt zu sein und das auch an diesem Ort, in diesem Zimmer hinter der verschlossenen Tür...

Dafür liebe ich sie mehr als anderes!