Realität ist wie ein Traum

Samstag, März 17, 2007

Wenn Worte verletzen können, können sie dann auch heilen?
Wenn Worte trennen können, können sie dann auch vereinen?
Wenn Worte nur Worte sind, was sind dann Taten?
Wenn Worte nicht gehört werden wollen, können sie dann doch verraten?

Zu wenig Worte können sagen was ich fühl, wie kann ich sagen was mich erfüllt, wenn es keine Worte dafür gibt?
Wenn es keine Worte mehr gibt, ist dann alles gesagt?
Wenn ich mich selbst verliere, sterbe ich dann an diesem Tag?
Ich lebe nicht, bin auch nicht tot, bin nur fort an einem anderen Ort.

Wenn ich schweige, ist es dann still?
Wenn ich weine, tu ich es dann weil ich es will?
Wenn ich blute, lebe ich dann?
Was muss ich tun damit ich es fühlen kann?

Ich meide die Spiegel, denn sie zerstören mich.
Ich meide die Träume, denn sie quälen mich.
Ich meide das Leben, denn ich ertrage es nicht.

Leere Augen starren mir entgegen, leere Augen ohne Seelenleben.
Musste mich trennen von meiner Seele, zu groß war der Schmerz und die Qual.
Nur so kann ich leben, ohne Seele eben.

Sonntag, März 04, 2007

--- BUNTESLAND ---

Nun fürchte ich Blutsauger
Hab tierisch Angst vor Terroristen
Würd' gern so aussehn wie Brat Pitt
Weiß immer wer verunglückt ist, denn

Ich guck' ins Buch des Lebens rein
Erfahre alles Aktuelle
Weiß nun wie schön ein Mensch sein könnte
Ich reite auf der Flimmerwelle

Fernsehn macht klug, doch macht es auch hässlich
Dort ist alles schön und meine Welt ist grässlich

So flücht' ich in ein Buntesland
Die stärkste Waffe mir zur Hand
Ein Knopf, wenn Wahrheit müde macht
Und einer für die trock'ne Nacht
Ein Knopf für Geld, das leicht verdient
Ein Knopf für Menschen, die gesühnt
Ein Knopf für Schicksal, Qual und Leid
Wenns mir zu bös', dann steht bereit
Ein Knopf um alles wegzuwischen
Ich hab die Macht und bin gerissen
So drück ich drauf in meiner Trauer
Und schon gibts Angenehmes - selbst auf dauer

Ein Kind, das von der Schaukel fällt
Celebrities mit sehr viel Geld
Ne Parodie der Suchtnation
Und Ratschläge zum bess'ren Wohn'

Seh' Titten voll mit Silikon
Mit etwas Glück des George Bush's Sohn
Seh Türme falln, Pistolen knalln
Familien, die mir gut gefalln
Seh Aliens im Pentagon
Und Friedenpäpste in Sàigòn
Seh Schwämme, die den Krabben dien'
Weiß Peg hat Al sehr oft verziehn
Doch weiß ich nichts von Emotion
Mein Mitgefühl das schlummert schon
Von Crime bedrückt sein wär' der Hohn
Denn Böses ist der Richter Lohn!

Und ohne Richter gäb' es nicht
Das Jugend- und das Strafgericht

Doch seit es solch' Gerichte gibt
Trau' ich mich nicht mehr in die Stadt
Was nun? - Ich geb' der Macht 'nen Hieb
Seh Koch-sie-nach-Gerichte satt

Ich flüchte in MEIN Buntesland
Die Ängste sind sofort verbannt
Ein Knopf um Stönen stumm zu schalten
Um meinen kleinen Prinz zu halten
Denn Männerstöhnen lässt mich kalt
Genau wie Opfer und Gewalt
Solange ich im Sich'ren bin
Zieht's mich zu fernen Welten hin
Zur Ablenkung vom eig'nen Mist
Seh ich wie'n Mann 'nen and'ren frisst
Seh ich wie Hunde Urlaub machen
Die Amis über Nachbarn lachen
Genieße sehr viel Ablenkung
Vom monotonen Dasein und:

Der Rundfunk hat das Glück erstellt
Das Fernsehn, das ist MEINE Welt

P.V.