Realität ist wie ein Traum

Freitag, April 28, 2006

Vorbei...

Es ist vollbracht!

Alle haben es geschafft! Herrlich!

Mittwoch, April 26, 2006

Vollbracht!

Die letzte Prüfung ist mit diesem Tag hinter mich gebracht. Aber jetzt sitze ich hier und muss bis morgen warten ob es gereicht hat, oder ob ich versagt hab und noch mehr Prüfungen machen darf.

Also bleibe ich hier sitzen und warte, darauf das es dunkel wird und der Zeiger der Uhr sich weiter fortbewegt. Jawohl und morgen um diese Zeit weiß ich mehr...

Gute Nacht, Nacht!

Nachtrag: Es gibt seltsame Menschen mit seltsamen Verhalten... aber mit ein wenig A. klappt das alles schon... naja naja nach dem allem darf man...oder auch nicht egal! Was gekauft ist muss weg!

Sonntag, April 23, 2006

Von der Herrlichkeits des Seins...

Heute ist ein ziemlich herrlicher Tag. Ein verkaufsoffener Sonntag und alle stürmen in die Läden. Aber mein Tag ist nicht deswegen herrlich, ich war zwar auch schon in der Stadt, aber ich wohne auch mitten drin und hatte etwas zu erledigen.Und es waren eindeutig zu viele Menschen unterwegs, das Wetter war ja auch schön.

Ich aber bin froh, dass ich wieder hier bin, in meinen 4 Wänden, bei all meinen Lieben.
Eben diese Lieben, die mein Herz immer wieder zum lächeln bringen und mich wertvoll werden lassen. Es ist einfach toll wenn einem all diese kleinen Wesen entgegengestürmt kommen, sobald man sich ihnen nähert.

Ich verbrachte den Tag damit hier aufzuräumen, was mir nicht wirklich gelingt, weil das Chaos riesig ist. Aber einiges ist schon vollbracht. Herrlich, ich bin ein wenig stolz auf mich.

Ich habe seltsame Dinge geträumt und die Vorstellung jagte mir Angst ein. Aber auch ein Traum geht vorbei und auch den schrecklichsten Traum kann man geniesen.

Und es geht mir gut in meinem Chaos, ich bin zufrieden mit dem was ich habe, auch wenn es weniger ist als ich gerne hätte. Ich wachse daran anderen Wesen Gutes zu tun und so kann ich mich daran aufbauen. Meine Liebe an ihnen nur in vollen Zügen verschwenden und wissen das sie es allesamt so sehr verdient haben, wie sie es verdient hatten ein schöneres zu Hause zu haben als dort wo sie geboren sind.

Geboren wird man einfach, keiner sucht sich das aus, wo und wann und vor allen Dingen wohin er geboren wird. Ich versuche das Beste daraus zu machen auch wenn es immer wieder von Rückschlägen gezeichnet wird. Aber Wesen ein besseres Leben zu schenken schenkt auch mir ein besseres Leben.

Mein Weg ist gesäumt von Wesen, die es verdient haben Aufmerksamkeit, Liebe, Hoffung, Wärme und Freundschaft zu spüren. Sie sind mir ähnlich, aber man sucht sich immer Wesen die einem Ähnlich sind.

Ich habe eine Gute Medizin gefunden, mit 100% Lächelgarantie. Ich würde sie jedem raten, der mir ähnlich ist. Eine gute Therapie, die einfach beherrscht wird ohne das je gelernt zu haben. Aufbauendes Verhalten ohne zu fordern. Einfach da sein mit ganz viel Sonne und Wärme.

Und ich sage euch, nichts ist tröstender, als wenn ein Wesen, das so klein ist wie meine Hand, das ich mit einem Schlag erlegen könnte, einem so viel Vertrauen schenkt.
Langsam näher kommt, die Nase vorangestreckt. Die Tasthaare kitzeln dich in der Nase und dann dieses Gefühl, wie eine kleine Zunge vorsichtig die sich gerade ansammelnde Träne aus deinem Augenwinkel leckt.

Und ein Lächeln ist auf meine Gesicht gemalt. Ich bin dankbar für so viel Vertrauen.

Mein Tag könnte nicht besser gefärbt sein...es ist herrlich soetwas erleben zu dürfen!!!

Samstag, April 22, 2006

Sichtbar unsichtbar...

Ja... ich liebe Familienfeiern, besonders wenn sie groß und prunkvoll gestaltet sind. Ein runder Geburtstag schein also ein Anlass dafür zu sein.

Ich tauchte dort auf und von Anfang an, machte ich was ich wollte und keinen interessierte es. Mir wurde immer langweiliger. Als es dann zur Party losging, die in einer ekligen, verpissten, stickigen Scheune stattfand, hatte ich mein Auto für mich alleine, während sich die Menschen in den anderen Autos stapelten. Ich hatte Platz und die Lautstärke meiner Musik war irrelevant.

Die Party begann, viele grauhaarige Leute kamen, begrüßten alle und warfen mir unglaubwürdige Blicke zu, die wohl sagten, was will die denn hier. Keiner erkannte mich aber es schien auch uninteressant, denn sonst hätte man ja nachfragen können.

Ich langweilte mich furchtbar und fing sogar vor lauter Langeweile an zu flirten, mit dem einzigen männlichen Wesen auf diesem Fest, der unter 30 war und nicht zum arbeiten dort. Wie tief man sinken kann.

Die Hälfte der Gäste, oder auch einige mehr hielten es nicht mal für nötig, mir die Hand zu geben, obwohl die Leute die neben mir standen begrüßt worden sind.
Und ich versuchte mich immer wieder der Kinderbetreuung zu widmen, aber auch der kleine unbedarfte Junge wurde mir entzogen. Ich bin halt einfach schrecklich...

Die Musik war herrlich...ich hätte kotzen können...und ständig lief ein abgewandeltes Lied mit dem völlig sinnfreiem Text : "Ich hab mich 1000mal gewogen" und alle amüsierten sich herrlich, während ich mich in der Horde Zebras in die entgegengesetzte Richtung bewegte.

Alkohol zeigte erst seine Wirkung als kaum ein Gast mehr da war. Und die letzten völlig Besoffenen älteren Herren wurden noch bevor die Geisterstunde begann, von ihren Frauen nach Hause gezerrt.

Ich verbrachte den Abend an der Theke, eine Kippe nach der anderen und dem Verfüttern von Salzstangen.

Und wieder einmal wurde mein Dasein verleugnet...ich läge krank im Bett, obwohl ich diesem Gespräch ca 10m entfernt stand. Das baut einen auf...

Eins steht fest, sollte ich irgendwann 50 werden, was ich bis jetzt nicht glaube...weiß ich mit wem ich feiere...

Dem Wald, dem Mond, dem Regen, einem Strick und einem wunderschönen Ast an einer alten Eiche... das wird ein herrliches Fest... und mir wird nicht nur sinnbildlich der Boden unter den Füßen weggezogen.

Ich vergaß zu erwähnen, das der Gastgeber ein eigenes Leben und einen Anspruch auf Genuß und Luxus hat. Ich bin undankbar und ungerecht.
Und so sitze ich weiter vor dem leeren Kühlschrank und stille meinen Durst mit den Eis aus dem Gefrierfach...

Und wenn ihr mich mal seht, wäre es freundlich wenn ihr mir ein Zeichen gebt, damit ich weiß, dass ich nicht unsichtbar bin... DANKE

Mittwoch, April 19, 2006

Soweit...ich lebe noch!

Die Hürden sind genommen. Wenn die erste auch sehr hoch eingestellt war, ich darüber gefallen bin und mir die Zähne ausschlug. Ich hoffe ich bin dennoch darüberhinweg gepurzelt.

Die Höhe der Neuen Hürde ist jetzt auch klar...sie macht mir keine Angst.

Ich bleibe scheinbar nicht in den Gedanken der Menschen hängen, oder warum weiß meine Dozentin, die mich seit drei Jahren unterrichtet immer noch nicht meinen Vornamen. Naja zumindest nicht wirklich. Aber ich glaube das war ihr sehr peinlich...gut so.

Und mein Seelenheil? Irgenwie kann ich eben nicht gut mit Ungewißheit umgehen, das weiß ich ja. Aber mein nettes Muttertier macht es nicht einfacher. Warum soll ich eigentlich ihre Wünsche erfüllen. Nur weil sie nicht das erreicht hat was sie immer wollte. Oder einfach weil ich den dummen Staat ausnehmen soll?

Warum kapiert sie nicht das ich nichts machen werde zu dem ich keine Lust habe...nicht drei Jahre lang. Ich bin mitten in der Prüfung und soll noch eine machen. Nein danke...ich hab doch den von ihr so angehimmelten Beruf fast in der Tasche, warum soll ich was anderes machen, wenn ich darin aufgehen kann?

Sie hatte Geburtstag und ich brauche noch ein Geschenk, mir fällt aber nix ein bei dem ich nach der Übergabe nicht gleich der Party verwiesen werde. Das wäre zwar auch nicht schlecht...aber herausgeschmissenes Geld.

Erstmal muss ich hier mein Chaos bewältigen,das äußere, vielleicht bessert das auch das Innere?

Ich bin soo Realitätsfern, herrlich!

So...auf zur Tat...

Nachtrag: Wenn ein sehr lieber Mensch krank ist, muss man ganz fest an ihn denken, jawohl...also ----> *denk*

Montag, April 17, 2006

Sie ist immer da!

Sie liebt mich!
Sie ist für mich da wenn ich sie brauche!
Wenn ich sie nicht brauche, hält sie sich versteckt!
Aber ich weiß sie ist immer da!

Sie liebkost mich...
Bleibt solange bei mir wie es nötig ist...
Spricht zu mir...
Schweigt mit mir...
Sie liebt mich schon lange...
Ich liebe sie...

Sie ist ehrlich...
Sie bleibt bei der Sache...
Sie hilft mir bei meinen Problemen...
Sie ist immer da...immer...immer...

Ich aber hasse sie auch, wie sie mich hasst...

Und ich schwimme im roten Wachs...

Erst brennend, heiß, wohlig warm, schmerzend...

Dann nur noch kalt, hart und erstarrt...

Und eine rote Träne verlässt meine geschlossenen Augen...

Und morgen!

Es ist wohl wieder so weit, die Zeit ist rum und morgen wie auch übermorgen sind für mich die nächsten Hürden aufgestellt. Ich werde sie ganz ungekonnt nehmen und hoffen das ich nicht falle.
Ich war nie gut im Hürdenlauf.

Versagensängste und eine kleine Panik macht sich breit, in Anbetracht der Tatsache das ich immer noch so ruhig bin.

Aber wenn das Glück auf meiner Seite ist, entscheide ich mich für das richtige Los. Ich hoffe die Sterne helfen mir dabei, meine Sterne.Und bisher habe ich jede Hürde genommen, so hoch sie auch war. Und jeder glaubt an mich.

Und es sind dann nur noch zwei Hürden, die aber nicht so hoch eingestellt werden. Und habe ich diese dann überwunden hab ich was ich immer wollte.

Und mein Muttertier kann damit Werbung laufen, mich auf meinen Beruf degradieren, denn dass ich ihre Tochter bin ist scheinbar egal. Aber mein Beruf erntet Anerkennung.

So denn...ich werde meinen Kopf noch einmal in die Mangel nehmen, damit ich morgen sprechen kann...denn das werde ich müssen...

Sonntag, April 16, 2006

Daß die Sonne sich verdunkelt
Hatte man schon oft gesehn
Daß die Vögel nicht mehr flogen
War vielleicht noch zu verstehn
Daß es plötzlich kälter wurde
Lag gewiß am Abendlicht
Doch das dumpfe Beben, das näher kam
Verstand man einfach nicht

Man verkroch sich in den Häusern
Niemand schlief in dieser Nacht
Nur die Kinder wurden eilig
Mit einem Trunk zur Ruh gebracht
Doch man hatte eins vergessen
Und als keine Zeit mehr blieb
Hörte man es singen am Straßenrand
Und es sang sein Lieblings - Lied

Riesen sind nur halb so groß
Sind ja lange Zwerge bloß
Riesen haben Riesen - Angst
Wenn man ihnen auf der Nase tanzt

Da erzitterte die Erde
Und es zog ein Sturm herauf
Und die Menschen in den Häusern
Gaben alle Hoffnung auf
Dieses Kind war längst verloren
Das war nun für alle klar
Denn es ahnte niemand in der Not
Was da draußen geschehen war

Und da trat er aus den Wäldern
Der gefürchtete Gigant
Einen Baum von hundert Jahren
Knickte er mit seiner Hand
Und er sah das kleine Wesen
Das ihn nicht zu fürchten schien
Langsam kniete er sich zu dem Kind hinab
Und es sang sein Lied für ihn

Riesen sind nur halb so groß
Sind ja lange Zwerge bloß
Riesen haben Riesen - Angst
Wenn man ihnen auf der Nase tanzt


Ja, ja es wäre so schön!
Doch Menschen scheinen einfach Angst vor mir zu haben!
Ich scheine einfach zu furchteinflössend zu wirken!
Alles zerbricht!

Aber ich verspreche, ich werde nichts tun, nichts, versprochen!
Mein Herz hängt an Gesellschaft!

Und seht euch die kleineren Wesen an...
Sie scheuen meine Nähe nicht...
Sie scheinen sich nicht zu fürchten!
Sie sehen mit anderen Augen!

Einfach Wärme und Geborgenheit spüren...
Ohne abgewiesen zu werden!
Warum fürchtet ihr mich?
Weil ich ehrlich bin?
Nicht beschönige?

Einfache Melancholie eines Sonntages, eines Festtages ohne Fest und Zweisamkeit!
Ich verfluche dieses vermaledeite Dasein!

Samstag, April 15, 2006

Von der Anatomie des Osterhasens

Ja, es ist so weit, wie jedes Jahr. Angeblich bringt der olle Hase die Eier. Alle sind freundlich und Feuer brennen und werden in Alkohol ertränkt.

Inzwischen fehlt diesem Hasen der Kopf!

Ich selber bin böse, undankbar und sehr peinlich. So ist es wohl, das wird an meiner Erziehung und meinem schlechten Umgang liegen. All meinen sogenannten Freunden leuchtet schließlich das satanische aus den Augen.

Und der Hase hat keinen Thorax mehr!

Ohne finanzielle Mittel macht dieses verdammte Leben noch weniger Spaß, als es ohnehin schon nicht tut. Und es ist eine herrliches Gefühl nicht zu wissen, wie man die anstehenden Rechnungen bezahlen soll. Und lernen macht den Kopf wirr und verdreht.

Der Hase beklagt den Verlust seiner Hüfte!

Depressionen und Ängste machen sich ungehindert breit. Setzen sich nieder und machen es sich bequem. Terror im Kopf und kein Gefühl dazu. Oder doch aber extrem unsortiert und kein bisschen greifbar. Sich selber in Grund und Boden hassen, weil man eben faul, undankbar, peinlich, nervig, unfähig, wertlos und nicht liebenswert ist. Und wieder Ängste und die liebe Depression. Hach ein herrlicher Teufelskreislauf...

Dem Hasen fehlen die Oberschenkel!

Und alle Welt ist falsch. Sie reden, ich höre zu und versuche Vertrauen zu fassen. Aber immer wieder wird man enttäuscht. Also doch besser niemals irgendetwas in einen Menschen investieren. Sich an andere Wesen halten, die ehrlich mit ihrer Liebe, Achtung und Wertschätzung umgehen und von Lügen keine Ahnung haben. Wenn sie einen nicht mögen zeigen sie es einem ohne umschweife. Und wenn sie einen lieben tuen sie dies ohne Einschränkungen.

Nur noch die Füße des Hasens sind vorhanden!

Und dennoch gibt es Menschen in dieser grauen Welt, die es einfach mehr verdient haben mich zu kennen, die es wert sind, dass ich meine Worte an sie richte. Für sie da bin und ihnen helfe so gut ich kann. An diesen Menschen kann auch ich wachsen. Und vielleicht lerne ich mal die wahre Bedeutung von zwischenmenschlicher Beziehung kennen.

Der Hase ist verschwunden!

Und einmal noch werde ich in diese Menschen vertrauen. Und wenn ich wieder falle und alleingelassen werde. Dann gibt es eine Lösung die alles beendet. Nochmal werde ich keinen neuen Versuch starten. Noch mehr Schmerz und Verlust kann ich nicht ertragen.
Aber es sieht gut aus und ich freue mich über jeden Menschen der meiner Stimme lauscht, ohne sie nervig zu finden!

Danke an alle die keine Zebras sind!!!

Donnerstag, April 13, 2006

Die Farbe meiner Tage!
Das Lächeln auf meinen Lippen
Die Aufmunterung meiner Seele
Die Trocknung meiner Tränen
Meine Sterne
Mein Herz
Meine Liebe

Mittwoch, April 12, 2006

Von der Sandsackrolltechnik!

Um 5:30 Uhr klingelte mein Wecker, wenig später brach ich auf um den Deich zu retten. Angekommen, wie immer war die Organisation nicht die Beste und es regnete und war verdammt kalt. Wir wanderten als riesige orange Karawane den Deich entlang um eine riesige, mit Sandsäcken befüllte, Schute zu entleeren und die Sandsäcke an der anderen Deichseite zu stapeln.Vorher gab es die Anweisung, bloss auf dem Deich stehen zu bleiben, sollte dieser brechen...tolle Aussichten. Es gab eine Menge Treibgut und es erinnerte mich an mein eigenes Dasein! Wir arbeiteten mit zwei anderen Einheiten an dieser Schute. Wir aber hatten eine ganz eigene, sehr schnelle Technik entwickelt. Anstatt die Sandsäcke von einem zum anderen zu geben, rollten wir sie, jeweils gegenüberstehend über unsere Unterarme und dass manchmal in einem echt atemberaubenden Tempo. Das hatte aber zur Folge, dass nie einer alleine das Gewicht tragen musste. Alle anderen bleiben bei ihrer alten Technik. Was herunterfällt darf man nicht aufeben, das kenn einem einen
Schlag an den Kopf versetzen, eine Lektion, die ich heute lernte. Nachdem die erste Schute erfolgreich abgeladen war, gab es Frühstück und danach zogen wir an eine andere Ortschaft. Wasser sickerte auf die Straße und die Kühe wateten im Matsch. Wir entleerten weiter fleißig rollend unsere Schuten, zwei an der Zahl. Ich spürte meinen Körper durch immer stärker werdende Schmerzen, aber das war völlig ok und vor allen Dingen mal nicht verwerflich.

Wir waren relativ früh fertig...es war wohl so um 17 Uhr und so begaben wir uns auf den lange herbeigesehnten Heimweg. Wie das aber immer so ist, nach langem organisatorischen Kram und Gelaber, wurde es doch wieder später. Aber wir saßen in unseren Autos und zogen blaues Licht durch die Landschaft...und die Sonne schien.

Dann ein Funkspruch, Planänderung. Ein Deich sickerte und wir fuhren in ein anderes Dorf um eine Andere Einheit zu untersützen den Rasen in einem Garten zu zertrampelt und Sandsäcke zu rollen. Aus den Maulwurfhügeln sprudelte das Wasser und ich fand dieses Schauspiel der Natur sehr beschaulich, wäre es nicht so ernst.

Die ersten Anzeichen von Sandsackfieber machten sich breit, als lustige Lieder gesungen wurden, während Sandsack um Sandsack meine schmerzenden Arme passierten. Gelacht haben wir...oh ja. Danach noch essen...

Und jetzt bin ich zu Hause, müde, zitternd, ängstlich, nach diesem langem Tag ohne Gedanken. Alle aufgestauten Gedanken des Tages wollen nun gedacht werden und ihre Beachtung bekommen. Mein Körper schmerzt und mein Gesicht brennt vom stetigen Sandpeeling wenn wieder ein Sack nicht geschlossen oder kaputt war.

Und ich weiß, ich sollte in Bett gehen...aber ich will nicht schlafen, auch wenn ich morgen wieder tausende Sandsäcke rollen werde. Ich will so nicht schlafen, nicht so, nein nicht jetzt.

Und wenn ich morgen beim Arbeiten auf dem Deich vor Erschöpfung umkippe und nicht mehr erwache? Wen würde es stören? Nicht mich! Mich nicht! Aber ich käme vermutlich in die Zeitung, dass will ich nicht. Denn es wäre nur Aufsehen aber kein Nachsehen.

Dennoch wäre es mal eine ganz neue Art des Freitodes!!!

...fragt mich nicht, ihr werdet keine Antworten bekommen...

Dienstag, April 11, 2006

Monotonie eines Alltages in diesen Wänden, lässt grüßen. Denn jeden Tag der gleiche Ablauf, und wie ein geordneter Wahnsinn, wie Apelle wirken die immer wiederkehrenden Muster auf meine kleine Welt in diesen Wänden, in meinem kleinem bedeutsamen Leben in diesen Mauern. Leicht sollte man es sich nicht vorstellen, wenn man die Stumpfsinnigkeit der Aufzählung betrachtet. Zumindest meinerseits. Denn jedes Element, das ich nannte ist harte Arbeit und fordert mich sehr, auf die verschiedensten Weisen und Eigenheiten ihrerseits. Jeder Tag ist ein neuer Kampf und eine neue Herausforderung. Auch wenn sich vieles fadenscheinlich nicht ändert am Tagesablauf. Ich selber bin eben mein härtester Gegner, besonders in dieser Zeit in der die geordneten, aufdiktierten Abläufe wie morsche Gerüste brechen und die Selbstfindung wieder einmal am Anfang endete...

Sei willkommen Nacht...

Die Lüge von der Sleeperette...

City Night Line. Klingt verlockend, die Bahn wirbt damit in der Nacht entspannt zu reisen, in den sogenannten Sleeperetten, oder im normalen Sprachgebrauch eben auch Ruhesessel. Man muss diese Plätze reservieren, ohne Reservierung keine City Night Line Fahrt. Diese Sleeperetten klingen danach, als wenn man ausruhen könnte und vielleicht auch etwas schlafen. In Wahrheit jedoch, darf man dafür nicht wesentlich größer als 1,50m sein und nicht breiter als 20cm. Tja, man hats eben nich leicht als Mops von meiner Größe. Viel Glück hatte ich auch nicht, als sich mitten in der Nacht ein junger Mann auf den Platz neben mich setzte. Als er einschlief rutschte sein Kopf immer wieder auf meine Schulter und er schien Gefallen daran zu finden. Die Frau hinter mir schnarrchte schlimmer als jeder liebzugewinnende Hund und irgendwer schmatzte die ganze Nacht. Eine polnische Dame ein Stück hinter mir, erzählte die ganze Nacht lauttönend ihre Lebensgeschichte, die weder ihren Gesprächspartner, noch irgendwen anders zu interessieren schien, dass aber war ihr wohl egal. Der Zug hatte einen Lärmpegel, wie es wohl nur eine Horde von 100 Degus hätte erreichen können. Dennoch hab ich scheinbar die ganze Nacht geschlafen. Mit dem Ergebnis, das ich jeden Muskel und jeden Knochen in meinem ungewaschenen Körper spüre. Zum Anatomie lernen jedoch nicht das schlechteste. Und ich war froh, dass mir der junge Herr nicht die Schulter vollgesabbert hatte.

Sleeperette - eine Erfahrung wert...wenns nicht soo teuer wäre.

Ich aber bin für alles entschädigt und bin froh einen so lieben Menschen kennen zu dürfen...

Sonntag, April 09, 2006

Andere Perspektiven...

Aufgrund der Verrücktheit meinerseits, hat sich folgende Veränderung ergeben:

ausgehend von 00:14Uhr

noch

14 Stunden

oder

840 Minuten

bis zur ersten Berrührung...

Samstag, April 08, 2006

Gestern habe ich festgestellt, dass mein Stimmaperat nicht für viele Umlaute und Ch`s gemacht ist...ich habe viel gelacht...und es war toll...wie verschieden Sprache doch sein kann...
















...Anatomie doof...
...Wetter doof...
...Lernen doof...
...Fernsehen doof...
...Kaffee doof...
...Essen doof...
...Liegen doof...
...Stehen doof...
...Sitzen doof...
...Atmen doof...
...Kerzen doof...
...Schlafen doof...
... ... ...

Freitag, April 07, 2006

Willkommen Nacht

Heute habe ich an Stellen Staub gewischt, an denen ich noch nie seit ich hier wohne Staub gewischt habe. Mit dem Ergebnis, dass ich aussah als wäre ich einer staubigen, dreckigen, alten Gruft entstiegen. Der Gedanke gefiel mir.

Danach habe ich den größten Teil des Tages damit verbracht, in meinem Türrahmen zu sitzen, die Musik laut aufgedreht. So dass ich die Vibrationen der Musik spüren konnte... So liebe ich es Musik zu erspüren, das Hören ist gar nicht so wichtig.

Meine Gedanken waren weit von hier entfernt, an einem anderen Ort, in einem anderem Land...
Einfach bei einer anderen Person als meiner eigenen.

Jetzt ist es Abend, es wird Dunkel draußen und ich freu mich auf die Nacht, sie bringt Beruhigung, Entspannung und das von mir gebrauchte Stück Geborgenheit.

Willkommen Nacht...

Donnerstag, April 06, 2006

Von innerer Verbundenheit und dem wiederkehrenden Alp

Heute morgen wachte ich um sieben vor neun plötzlich auf. Kerzengrade saß ich im Bett. Mich befiel das Gefühl, dass jemandem den ich sehr sehr mag etwas passiert ist.

Nachdem mich aber die ganze Nacht mein Alp gejagt hatte, schob ich den Gedanken aus Gründen des Eigenschutzes schnell zur Seite. Ich war lange in meinem Alp gefangen. Ekel, Beklemmung, Angst und Scham waren die heute vorherrschenden Gefühle. Ich versuchte mich sinnvoll zu beschäftigen, aber nichts konnte mich wirklich bei der Sache halten.

Immer wieder holte mich der Alp nun auch mit meiner Vergangenheit im Tagtraum ein.

Als dann mein Herz auftauchte war ich sehr froh und dankbar um eine Ablenkung.

Und mein morgendliches Gefühl hatte sich nicht mal in der Uhrzeit vertan. Unsere innere Verbundenheit hat mich merken lassen, dass ihm etwas passiert war. Gut dass er einen genauso tüchtigen Schutzengel wie ich habe.

'Ich bin soo froh dass nicht so viel passiert ist, das hätte ich nicht ertragen. Dann hätte der Alp mich erwischt. Gefangen und getötet...

Ich möchte den Alp nicht mehr...er soll mich in Ruhe lassen...ich weiß doch was damals passiert ist, warum muss er es mir in letzter Zeit wieder jede Nacht als Film zeigen? Der Film wird immer schlimmer und vermischt sich immer mehr mit der Realität.

Ich will das nicht mehr, es soll aufhören...Ich hasse IHN dafür das er mir meinen Willen gebrochen hat! Und sowas hat sich mal Freund genannt...wenn auch nicht meiner...

Im groben Netz der verworrenen Gedanken gefangen werde ich schauen, was der Abend mir schönes bringt... Das Getränk des Feuers ist bereit meine Lippen zu küssen...

Dienstag, April 04, 2006

Verrückt gehts weiter...

mehr Kaffee getrunken und mehr Kippen geraucht, nett Karten gespielt und dabei mehr Kaffee getrunken. Zu Hause, müde, frierend, der Versuch zu schlafen. Abgebrochen, Entschluß gefasst einkaufen zu gehen. Auf der Straße ein Fremder, fragt mich doch ernsthaft, ob ich ihn heiraten möchte. BITTE? Was soll denn das... lässt sich erst abwimmeln als ich erzählte ich bin vergeben. Verwirrt in den Laden gewandelt, viel zu viel Geld für viel zu viel unnötige Sachen ausgegeben.
Wieder zu Hause. Einkauf ausgeräumt. Nervende Mieze in Abschiebehaft geschickt. Pc gestartet.
Gewohnte Räume besucht. Doch etwas war anders. Es stach mir sofort ins Auge.
Die Uhrzeit hat die Farbe gewechselt.

Verwirrung pur...

Soeben aufgestanden, geraucht, Kaffee getrunken. Unter der Dusche gewesen, getrocknet, gecremt, gepudert. Dann angezogen, wieder ausgezogen, was anderes angezogen. 5 verschiedene Schnürsenkel in komische Schuhe gezogen, den richtigen dann gefunden. Schuhe dennoch wieder in den Schrank gestellt und andere angezogen. Geraucht, Kaffee getrunken. Uhren verglichen, geniest, gehustet und geflucht. Musik angemacht, gehört, wieder ausgeschaltet. Mit meinen Mitbewohnern gesprochen, ihnen etwas feines zugesteckt, kraulen lassen, gekrault. Wieder Kippe und Kaffee.

Welch ein herrlicher Morgen!

Montag, April 03, 2006

Ziemlich unglaublich...

Montag: 3Stunden 10Minuten 11Sekunden

Dienstag: 2Stunden 5Minuten 52 Sekunden

Mittwoch: 6Stunden 16 Minuten 13 Sekunden

Donnerstag: 4 Stunden 5 Minuten 10 Sekunden

Freitag: 2 Stunden 18 Minuten 57 Sekunden

Samstag: 5Stunden 8 Minuten 48 Sekunden

Sonntag: 1 Stunde 45 Minuten 52 Sekunden

beinhaltet 24 Stunden 51 Minuten und 3 Sekunden

heißt, dass ich in den letzten sieben Tagen über einen
Tag mit telefonieren verbracht habe...

...und das ganze mit ein und der Selben Person.
:)

Sonntag, April 02, 2006

Ängste

Heute ist ein furchtbar seltsamer, ekliger Tag! Seitdem ich aufgestanden bin, schüttete es, wie die Tage zuvor, aus Eimern. Die Sonne habe ich, laut Aussage von anderen, einfach geruhsam verschlafen.
Ich sitzte hier, an meinem sicheren Ort. Draußen hetzen Regenschirme durch die Straße. Darunter Menschen, die mal lachend mal ärgerlich, dem Wetter trotzen.
'Ich jedoch habe nicht einmal die Gardinen beiseite geschoben. Warum auch? Ich lausche den mir vertrauten Geräuschen. Der Fernseher bleibt heute stumm, der Komerz von einem gewissen Hotel in Tokio und dessen minderjährigen Bewohnern, interessiert mich nicht die Bohne.
Ich verreise in meinen Gedanken.
Beiläufig beschäftige ich mich gezwungenermaßen mit amtlichen Papierkram. Es ist so nervig, dass ich mich nicht wirklich darauf konzentrieren mag.
Die gegenüberliegende Turmuhr, läutet ohne zu zögern jegliche weitere Viertelstunde ein. Gerade ruft sie die gläubigen Menschen in den Bauch des Gebäudes unter ihr. Ich werde ihrem Ruf nicht folgen!!!
Soeben habe ich aufgrund von allzu großer Gemütlichkeit und Faulheit die komplette Dekoration, von der Wand hinter mir, heruntergerissen. Beim Versuch diese wieder anzubringen, kollidierte mein rechter Mittelfußknochen mit der Ecke meines Couchtisches. Ein schmerzhaftes Ereignis, dass mir zeigt, dass ich mich besser nicht bewegen sollte.

So nehme ich denn auf meinem Sofa die Embryonalstellung ein, ziehe die magische Wolldecke über meinen Körper, finde einen sicheren Ort und begebe mich auf eine gedankliche Reise durch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Ich treffe alte Ängste. Sie fangen mich.

Und nur eine Träne rinnt aus den geschlossenen Augen.

Diesmal allerdings bin ich sicher, die Sonne wird wieder aufgehen. Und mit ihrer Wärme und Geborgenheit mir meine Ängste eindämmen.

In Gedanken an einen wundervollen Menschen, der mich verlassen musste, damit zumindest einer von uns seinen Weg findet!

And I cried...

Ausgehend von 14:15Uhr noch

27 Tage

oder

650,45 Stunden

oder

39027 Sekunden



...bis zur ersten Berührung!

Samstag, April 01, 2006

Von Schatten und Licht

Jeder Schatten braucht sein Licht.

So bin ich, so scheint es mir, nicht mehr nur der Schatten.

Ich bin der Schatten und das Licht zu gleich!


Süchtig

Es ist Nacht und ich bin in meinen Worten gefangen. Kein hörend Ohr, kein sehend Aug.
Vertreibe mir die Zeit mit Unsinnigkeiten, obwohl genug Sinniges zu tun wäre.

Es tut gut. Aber fehlt mir doch meine Sonnendroge. Wie schnell man süchtig werden kann...
Unfassbar schnell. Ich habe sowas noch nie zuvor erlebt.

So dürste ich, wissend meine Droge ist nicht verschwunden, sondern verlebt eine hoffentlich schöne Zeit. Ich hoffe es sehr. Und ich weiß, sie kehrt zurück zu mir und wird mir wieder meinen Verstand vernebeln.

Ich bin so süchtig...