Vorbei...
Es ist vollbracht!
Alle haben es geschafft! Herrlich!
Die letzte Prüfung ist mit diesem Tag hinter mich gebracht. Aber jetzt sitze ich hier und muss bis morgen warten ob es gereicht hat, oder ob ich versagt hab und noch mehr Prüfungen machen darf.
Heute ist ein ziemlich herrlicher Tag. Ein verkaufsoffener Sonntag und alle stürmen in die Läden. Aber mein Tag ist nicht deswegen herrlich, ich war zwar auch schon in der Stadt, aber ich wohne auch mitten drin und hatte etwas zu erledigen.Und es waren eindeutig zu viele Menschen unterwegs, das Wetter war ja auch schön.
Ja... ich liebe Familienfeiern, besonders wenn sie groß und prunkvoll gestaltet sind. Ein runder Geburtstag schein also ein Anlass dafür zu sein.
Die Hürden sind genommen. Wenn die erste auch sehr hoch eingestellt war, ich darüber gefallen bin und mir die Zähne ausschlug. Ich hoffe ich bin dennoch darüberhinweg gepurzelt.
Sie liebt mich!
Und ich schwimme im roten Wachs...
Es ist wohl wieder so weit, die Zeit ist rum und morgen wie auch übermorgen sind für mich die nächsten Hürden aufgestellt. Ich werde sie ganz ungekonnt nehmen und hoffen das ich nicht falle.
Daß die Sonne sich verdunkelt
Ja, es ist so weit, wie jedes Jahr. Angeblich bringt der olle Hase die Eier. Alle sind freundlich und Feuer brennen und werden in Alkohol ertränkt.
Um 5:30 Uhr klingelte mein Wecker, wenig später brach ich auf um den Deich zu retten. Angekommen, wie immer war die Organisation nicht die Beste und es regnete und war verdammt kalt. Wir wanderten als riesige orange Karawane den Deich entlang um eine riesige, mit Sandsäcken befüllte, Schute zu entleeren und die Sandsäcke an der anderen Deichseite zu stapeln.Vorher gab es die Anweisung, bloss auf dem Deich stehen zu bleiben, sollte dieser brechen...tolle Aussichten. Es gab eine Menge Treibgut und es erinnerte mich an mein eigenes Dasein! Wir arbeiteten mit zwei anderen Einheiten an dieser Schute. Wir aber hatten eine ganz eigene, sehr schnelle Technik entwickelt. Anstatt die Sandsäcke von einem zum anderen zu geben, rollten wir sie, jeweils gegenüberstehend über unsere Unterarme und dass manchmal in einem echt atemberaubenden Tempo. Das hatte aber zur Folge, dass nie einer alleine das Gewicht tragen musste. Alle anderen bleiben bei ihrer alten Technik. Was herunterfällt darf man nicht aufeben, das kenn einem einen
Monotonie eines Alltages in diesen Wänden, lässt grüßen. Denn jeden Tag der gleiche Ablauf, und wie ein geordneter Wahnsinn, wie Apelle wirken die immer wiederkehrenden Muster auf meine kleine Welt in diesen Wänden, in meinem kleinem bedeutsamen Leben in diesen Mauern. Leicht sollte man es sich nicht vorstellen, wenn man die Stumpfsinnigkeit der Aufzählung betrachtet. Zumindest meinerseits. Denn jedes Element, das ich nannte ist harte Arbeit und fordert mich sehr, auf die verschiedensten Weisen und Eigenheiten ihrerseits. Jeder Tag ist ein neuer Kampf und eine neue Herausforderung. Auch wenn sich vieles fadenscheinlich nicht ändert am Tagesablauf. Ich selber bin eben mein härtester Gegner, besonders in dieser Zeit in der die geordneten, aufdiktierten Abläufe wie morsche Gerüste brechen und die Selbstfindung wieder einmal am Anfang endete...
City Night Line. Klingt verlockend, die Bahn wirbt damit in der Nacht entspannt zu reisen, in den sogenannten Sleeperetten, oder im normalen Sprachgebrauch eben auch Ruhesessel. Man muss diese Plätze reservieren, ohne Reservierung keine City Night Line Fahrt. Diese Sleeperetten klingen danach, als wenn man ausruhen könnte und vielleicht auch etwas schlafen. In Wahrheit jedoch, darf man dafür nicht wesentlich größer als 1,50m sein und nicht breiter als 20cm. Tja, man hats eben nich leicht als Mops von meiner Größe. Viel Glück hatte ich auch nicht, als sich mitten in der Nacht ein junger Mann auf den Platz neben mich setzte. Als er einschlief rutschte sein Kopf immer wieder auf meine Schulter und er schien Gefallen daran zu finden. Die Frau hinter mir schnarrchte schlimmer als jeder liebzugewinnende Hund und irgendwer schmatzte die ganze Nacht. Eine polnische Dame ein Stück hinter mir, erzählte die ganze Nacht lauttönend ihre Lebensgeschichte, die weder ihren Gesprächspartner, noch irgendwen anders zu interessieren schien, dass aber war ihr wohl egal. Der Zug hatte einen Lärmpegel, wie es wohl nur eine Horde von 100 Degus hätte erreichen können. Dennoch hab ich scheinbar die ganze Nacht geschlafen. Mit dem Ergebnis, das ich jeden Muskel und jeden Knochen in meinem ungewaschenen Körper spüre. Zum Anatomie lernen jedoch nicht das schlechteste. Und ich war froh, dass mir der junge Herr nicht die Schulter vollgesabbert hatte.
Aufgrund der Verrücktheit meinerseits, hat sich folgende Veränderung ergeben:
Gestern habe ich festgestellt, dass mein Stimmaperat nicht für viele Umlaute und Ch`s gemacht ist...ich habe viel gelacht...und es war toll...wie verschieden Sprache doch sein kann...
Heute habe ich an Stellen Staub gewischt, an denen ich noch nie seit ich hier wohne Staub gewischt habe. Mit dem Ergebnis, dass ich aussah als wäre ich einer staubigen, dreckigen, alten Gruft entstiegen. Der Gedanke gefiel mir.
Heute morgen wachte ich um sieben vor neun plötzlich auf. Kerzengrade saß ich im Bett. Mich befiel das Gefühl, dass jemandem den ich sehr sehr mag etwas passiert ist.
mehr Kaffee getrunken und mehr Kippen geraucht, nett Karten gespielt und dabei mehr Kaffee getrunken. Zu Hause, müde, frierend, der Versuch zu schlafen. Abgebrochen, Entschluß gefasst einkaufen zu gehen. Auf der Straße ein Fremder, fragt mich doch ernsthaft, ob ich ihn heiraten möchte. BITTE? Was soll denn das... lässt sich erst abwimmeln als ich erzählte ich bin vergeben. Verwirrt in den Laden gewandelt, viel zu viel Geld für viel zu viel unnötige Sachen ausgegeben.
Soeben aufgestanden, geraucht, Kaffee getrunken. Unter der Dusche gewesen, getrocknet, gecremt, gepudert. Dann angezogen, wieder ausgezogen, was anderes angezogen. 5 verschiedene Schnürsenkel in komische Schuhe gezogen, den richtigen dann gefunden. Schuhe dennoch wieder in den Schrank gestellt und andere angezogen. Geraucht, Kaffee getrunken. Uhren verglichen, geniest, gehustet und geflucht. Musik angemacht, gehört, wieder ausgeschaltet. Mit meinen Mitbewohnern gesprochen, ihnen etwas feines zugesteckt, kraulen lassen, gekrault. Wieder Kippe und Kaffee.
Montag: 3Stunden 10Minuten 11Sekunden
Heute ist ein furchtbar seltsamer, ekliger Tag! Seitdem ich aufgestanden bin, schüttete es, wie die Tage zuvor, aus Eimern. Die Sonne habe ich, laut Aussage von anderen, einfach geruhsam verschlafen.
Jeder Schatten braucht sein Licht.
Es ist Nacht und ich bin in meinen Worten gefangen. Kein hörend Ohr, kein sehend Aug.