Ängste
Heute ist ein furchtbar seltsamer, ekliger Tag! Seitdem ich aufgestanden bin, schüttete es, wie die Tage zuvor, aus Eimern. Die Sonne habe ich, laut Aussage von anderen, einfach geruhsam verschlafen.
Ich sitzte hier, an meinem sicheren Ort. Draußen hetzen Regenschirme durch die Straße. Darunter Menschen, die mal lachend mal ärgerlich, dem Wetter trotzen.
'Ich jedoch habe nicht einmal die Gardinen beiseite geschoben. Warum auch? Ich lausche den mir vertrauten Geräuschen. Der Fernseher bleibt heute stumm, der Komerz von einem gewissen Hotel in Tokio und dessen minderjährigen Bewohnern, interessiert mich nicht die Bohne.
Ich verreise in meinen Gedanken.
Beiläufig beschäftige ich mich gezwungenermaßen mit amtlichen Papierkram. Es ist so nervig, dass ich mich nicht wirklich darauf konzentrieren mag.
Die gegenüberliegende Turmuhr, läutet ohne zu zögern jegliche weitere Viertelstunde ein. Gerade ruft sie die gläubigen Menschen in den Bauch des Gebäudes unter ihr. Ich werde ihrem Ruf nicht folgen!!!
Soeben habe ich aufgrund von allzu großer Gemütlichkeit und Faulheit die komplette Dekoration, von der Wand hinter mir, heruntergerissen. Beim Versuch diese wieder anzubringen, kollidierte mein rechter Mittelfußknochen mit der Ecke meines Couchtisches. Ein schmerzhaftes Ereignis, dass mir zeigt, dass ich mich besser nicht bewegen sollte.
So nehme ich denn auf meinem Sofa die Embryonalstellung ein, ziehe die magische Wolldecke über meinen Körper, finde einen sicheren Ort und begebe mich auf eine gedankliche Reise durch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Ich treffe alte Ängste. Sie fangen mich.
Und nur eine Träne rinnt aus den geschlossenen Augen.
Diesmal allerdings bin ich sicher, die Sonne wird wieder aufgehen. Und mit ihrer Wärme und Geborgenheit mir meine Ängste eindämmen.
In Gedanken an einen wundervollen Menschen, der mich verlassen musste, damit zumindest einer von uns seinen Weg findet!
And I cried...



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