Realität ist wie ein Traum

Sonntag, März 26, 2006

Medizinisches Kauderwelsch...und andere Hirngespinnste...

Es ist soweit, die erste harte Phase liegt hinter mit, Murphys Gesetzt hatte mich fest im Griff. Aber es ist vollbracht, ein Gefühl dazu ist schwer zu benennen. Gestern war ein merkwürdiger Tag, ich habe nichts geschafft und war richtig eklig gammelig. Ich fühlte einen schmerzlichen Verlust in mir, ein Mensch, der wohl der einzige war, der schon immer an mich geglaubt hat und für mich da war, kam mir plötzlich nahe und krallte sich in meinen Geist. Vermissen ist wohl das richtige Wort, mich nicht mehr Erleben zu dürfen war eine harte Strafe. Aber dein großes Mädchen macht das schon, immer mit den Gedanken bei dir, hoffe ich das du schützend mir den Weg bereitest. Es wird wohl so sein, denn in letzter Zeit kann ich dich sehr genau spüren! Danke das du mir den Glauben in mich geschenkt hast, was würde ich gerade dafür geben?!

Heute weicht mir meine gesellschaftliche Sprache dem medizinischen Kauderwelsch...ich beschäftige mich mit Extensionen und Flexionen, Elevationen und Depressionen auch einige Pronationen sowei Supinationen und Rotationen sind dabei. Alles mal unkoordiniert, passiv, aktiv, hyperton oder auch hypoton. Kein Wunder das mein Hirn seltsame Traumszenen malt. Vermutlich versteht es sich selber nicht.

Und plötzlich nach so langer Zeit der Sinnlosigkeit, stelle ich fest, das es wohl doch möglich scheint, das ich für jemanden wichtig bin. Ein schönes Gefühl, das Kraft und Hoffnung schafft. Ich habe es geschaft aus vielen Ausrufezeichen zumindest drei weiterführende Punkte zu machen... Ich glaube das könnte gut sein. Und all das ohne Stimmen und Gerüche. Schon sehr seltsam, aber ein sehr gutes Gefühl. Wenige menschliche Wesen schaffen es, das ich mit ihnen eine ganze Nacht durchrede. Plötzlich findet Geborgenheit eine neue Bedeutung. Und ich die nicht wußte was dieses Gefühl eigentlich bedeutet, finde es auf diese Weise. Manchmal sieht das Leben scheinbar seltsame Wege für einen vor.

Und wer hat eigentlich Schuld daran? Wie ich schon lange festgestellt hatte bereiten einem Tiere das wirkliche Glück. Auch diesmal. Die kleine braune freche Fellnasenansammlung, die mir ihr Vertrauen schenkt hat diesen Zustand ausgelöst. Auch wenn sie diesmal seltsame Wege gewählt haben. Aber eben sie schaffen es immer wieder ein nachhaltiges Lächeln auf mein Gesicht zu zaubern...und jetzt eben auf eine andere Weise.

Ich werde von guten Geistern begleitet, die sich immer um mich scharren. Und immer im letzten Augenblick eine Verwandling vollführen. Eine Verwandlung meiner Einstellung zu dieser vermaledeiten oberflächlichen Welt.

Eines ist allerdings neben all diesen guten Gefühlen noch zu betrauern. Mein innigster und liebster Wegbegleiter, der immer für mich da war, meine Tränen getrocknet hat. Mir zugehört hat, sein Nachtlager mit mir geteilt hat, mit mir gealbert hat und mich zurückgehalten hat, wenn ich springen wollte, der für alles zu begeistern war und am Liebsten meine Haare gekaut hat, hat mich verlassen. Er ist den Weg gegangen den jeder gehen muss... und so fügte sich in diesen Tagen ein weiterer guter Geist an meine Seite. Und eines sei gesagt, wenn ich wieder unerklärliche blaue Flecken habe, weiß ich wer mich gebissen hat... den letzten beißt nämlich der Casa!

So habe ich in kurzer Zeit zwei neue Sterne gewonnen! Und ich genieße einfach diesen Moment meines Lebens!